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| ISBN: 3765449326 ISBN: 3765449326 ISBN: 3765449326 ISBN: 3765449326 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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DER VERÄNDERTE
PLAN 1993
Der Standard, der immer schon sehr um das
Muqua bemüht war, veröffentlichte im Jänner 1993 einen Artikel,
in dem ein imaginärer Spaziergang mit Blick auf die Details der Planungen
und Nutzungskonzepte durch diesen „besonderen Teil des 7.
Bezirkes”[15] vorgeschlagen
wurde.
Route 1:
Museumsbesucher streben vom Haupteingang am
Messeplatz in die gegenüberliegende ehemalige Reithalle. Sie
betreten das Gebäude aus dem späten 19. Jahrhundert, dessen
Erhaltungsgrad besonders umstritten war, auf der Grundebene (+/-0), wo sich die
Garderoben und diverse Museumsshops befinden. Dieser 13,50m hohe Raum dient als
zentrales Foyer der drei angrenzenden Ausstellungsbauten: Museum Moderner Kunst
(MMK) zur Linken und die Kunsthalle (KH) zur Rechten.
Über Rolltreppen geht es zur
Eingangsebene auf 3,50m Höhe. Ortner/Ortner sehen dafür eine
Betonplatte und anschließende Brücken als Verteiler
vor.
Das MMK, größter der drei
Renommierbauten, bietet im Eingangsgeschoß insgesamt 1500m² für
Wechselausstellungen. Die drei restlichen Ausstellungsebenen sind für
Dauerausstellungen aus den Beständen des Museums Moderner Kunst im Palais
Liechtenstein und des Museums des 20. Jahrhundert
vorgesehen.
Die sechs Meter hohen Schauräume gliedern
sich in zwei unterschiedliche Zonen: Eine ausschließlich künstlich
beleuchtete und eine mit Tageslicht nach Norden gerichtete. Von außen ist
das durch einen in den Kubus geschnittenen Lichtspalt zu sehen, durch den die
Fassade zur Stadt hin auch optisch aufgebrochen wird. Das Dach wiederum
verbindet beide Teile. (Ursprünglich hatten Ortner/Ortner einen einfachen
Würfel geplant.)
Das MMK reicht mit seinen Etagen in eine Tiefe
von 12,5 Metern unter die Erde. Ein Geschoß wird als Studiengalerie mit
350m² betrieben.
Klimatechnisch werden neueste Methoden zur
schadenfreien Erhaltung der Exponate verwendet: Eine hinterlüftete Fassade
sichert konstante Temperaturen vor und hinter den Objekten. Transpirationen und
Staubpartikel der Besucher werden in Bodenhöhe abgesaugt und aufsteigende
Wärme durch ein energiesparendes, mit geringen Wassermengen versehenes
Kapillarsystem in der Decke gekühlt.
Über den Grundriß des Kubus hinaus
erstrecken sich die Gebäudeteile des Museums Moderner Kunst zum
nordwestlich gelegenen Museum Leopold hin. Unter der
Fußgängerplattform in 9,50m Höhe, die das abfallende
Geländeniveau zum 7.Bezirk hin ausgleicht, soll noch zusätzlich Platz
für Wechselausstellungen gefunden werden.
Der Bau für die Sammlung Leopold
ersetzt, wie schon erwähnt, die ursprünglich vorgesehene
multifunktionale Halle. Da 1993 der Kauf der Sammlung der österreichischen
Moderne durch den Staat noch nicht fix war, wurden zunächst nur
Flächenbedarf (Ausstellungsfläche: 5674m², Gesamtfläche:
11.943m²) festgelegt.
Das Gebäude soll acht Geschoße
über der Erde und Depot- und Technikräume unter der Erde
umfassen.
Im 4. Stock ist eine Kaffeehaus-Platte
geplant, die knapp über der Reithalle auskragt. Das Gebäude soll
insgesamt 37,50m hoch werden.
Die Kunsthalle wurde mit dem
Veranstaltungssaal in einem 26m hohen Gebäude zusammengelegt. Auch sie ist
über die Winterreithalle erreichbar. Im Auftrag der Gemeinde als Betreiber
soll hier - nach dem Kunstcontainer am Karlsplatz - endlich ein
öffentliches Ausstellungsforum mit internationalen
konservierungstechnischen Standard installiert werden.
Die Ausstellungsfläche umfaßt
3821m². Der darunterliegende Veranstaltungssaal mit maximal 800
Sitzplätzen ist in die Erde versenkt und wird seitlich
belichtet.
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