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Im März 1996 hievten schließlich
auf Wunsch des Denkmalbeirats mehrere Kräne Metallträger in eine
Höhe von 24 Metern, um die Eckpunkte der beiden Baukörper des
künftigen Museumsquartieres zu markieren. Es ging darum, ob die Museen
Leopold und MMK die Fischer-von-Erlach-Fassade überragen und ob sie vom
Heldenplatz aus sichtbar sein würden. Zugleich aber liegen sie unter der
Silhouette der Breiten Gasse samt Flakturm. Die Kosten dieser Simulation
beliefen sich auf eine viertel Million Schilling
(!).[20]
In einer Sitzung wurde mit einer
Stimmenmehrheit von 3:2 für den Bau der beiden Bundesmuseen und der
Kunsthalle entschieden.
Drei Monate später forderte Ministerin
Gehrer, die inzwischen fünfte(!) der Museumsquartier-Minister, vor dem
Rechnungshofausschuß eine rasche Realisierung des Museumsquartiers im
Messepalast.Für eine Fertigstellung votierten alle Parlamentsparteien -
abgesehen von den Freiheitlichen.
Die bisherigen Kosten beliefen sich damals, im
Juni 1996 auf 516 Millionen
Schilling.[21]
Im Juli 1996 akzeptierte das Bundesdenkmalamt
die Pläne - allerdings mit Vorbehalt. Die Auflagen waren folgende:
Obwohl das Museumsquartier nochmals
verkleinert werden mußte - die Pläne für die Reithalle wurden
nicht akzeptiert - und der Österreichische Kultursenat im Dezember 96 in
einer Stellungnahme das geplante Museumsquartier ablehnte, wird es nun
schließlich doch zum Bau kommen.
Im Jänner 1997 fand in der KUNSTHALLE
im museumsquartier eine Ausstellung mit dem Titel „Schauplatz
Museumsquartier - Zur Transformation eines Ortes” statt.
Als dann im Juli die Bauverhandlung stattfand,
wuchs der Optimismus, daß im ehemaligen Messepalast doch noch gebaut wird.
Es gab keine Einwände, abgesehen von der
Bürgerinitiative.[23]
Nun ging es wirklich schnell:
Anfang Oktober erlangte das Muqua die
Baugenehmigung von der Gemeinde Wien, die Prüfung durch das
Bundesdenkmalamt noch im selben Monat abgeschlossen.
Somit wurde das Museumsquartier - 20 Jahre
nachdem es das erste Mal angedacht wurde und 13 Jahre nach dem ersten
Reformpapier einer Reformkomission - zur Errichtung freigegeben. Der
Falter schrieb: „Das Museumsquartier ist nicht mehr ganz, was es
früher war, aber es wird
gebaut.”[24]
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