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| ISBN: 382974014X ISBN: 382974014X ISBN: 382974014X ISBN: 382974014X | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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BAUBESCHREIBUNG
Die Gebäudeanlage besteht aus zwei
Hallen, die mit unterschiedlichen Höhen hintereinander angeordnet sind. Der
eigentliche Ausstellungsraum, die große Halle, ist 54 m lang, 17,6 m breit
und 9,1 m hoch: das ergibt das relativ klare Verhältnis 6:2:1. Sie ist
dafür geeignet, Veranstaltungen wie Theater- und Filmaufführungen und
vor allem Ausstellungen der bildenden Kunst aufzunehmen. Über diese
Nutzungen hinaus wäre es denkbar, auch Veranstaltungen des Bezirkes oder
der Technischen Universität hier unterzubringen.
Auf einem Feld von Einzelfundamenten ruht eine
Schar kräftiger Stahlträger (dunkelblau), auf denen 16 Rahmen
(hellblau) aufgeständert sind. Die Träger ragen über die
Fußpunkte der Rahmen hinaus, so daß letztere zur Aussteifung zu den
Trägerköpfen hin abgespannt werden können.
In der anderen Hauptrichtung sind jeweils die
Endfelder der Seitenwände mit einem liegenden K-Fachwerk
versteift.
Die Abspannungen verweisen deutlich auf den
provisorischen Charakter des Bauwerkes: für eine längere Lebensdauer
hätte man eine geschütztere Konstruktion gewählt. Die gesamte
Tragkonstruktion ist von außen sicht- und ablesbar. Skelett und Sehnen
sind nach außen gekehrt; die neutrale Haut, gedacht als Hintergrund
für die wechselnden Ausstellungen, liegt an der
Innenseite.
Von der vorbeiführenden Straße
abgewandt befindet sich der Eingang. Auf dieser Seite ist ein niedrigerer und
kürzerer zweiter Quader vorgelagert, der mit dem benachbarten
U-Bahn-Entlüftungsbau einen ansprechenden, von Platanen beschatteten
Außenraum bildet, der vom Kunsthallen-Café genutzt wird.
Die kleinere Halle mißt 32,4 x 10,6 x
3,3m und beinhaltet ein klimatisiertes Depot, einige Büroeinheiten, die
Eingangsghalle und ein kleines Café mit Küche und Nebenräumen.
Hier nun besteht zwischen Tragkonstruktion und
dem System der Trennwände ein eigenartiges Ringen: Ihre Raster sin derart
verschoben, daß sie jeweils hart aneinander vorbei
führen.
Damit werden einerseits konstruktive
Konflikte vermieden, andererseits wird einer vordergründigen
ästhetischen Harmonisierung ausgewichen, daß heißt es entstehen
Konflikte mit unseren Sehgewohnheiten, ja sie werden fast gesucht.
Außerdem werden Lücken geschaffen, die sich funktional nützen
lassen und sei es als
Lüftungsklappen.[6]
Durch einen kurzen, verglasten Verbindungsgang
gelangt man über die Querachse in die Halle. Sie ist innen nur um Dezimeter
kleiner als außen: ein sogenannter Einraum. Weiß neutralisierte
Wände, durchscheinene Platten unter regelmäßig verteilte
Lichtkuppen an der Decke und rohes Industrieparkett am Boden erzeugen die
Raumstimmung.
Mitten durch den Raum führt die
Röhre des Stegs, der keinen Einblick bietet. Seine beiden
Treppenaufgänge sind sehr verschieden: Der im Girardipark ist breit und
einladend und führt in aussichtsreiche Höhe, während der
Treppenaufgang an der Eintrittsseite fast verschachtelt wirkt. Zwar bildet er
einen Baldachin für die ankommenden Besucher, aber diese müssen
auf den Weg zwischen den Stützen achten, um die Eingangsachse nicht zu
verpassen, denn hier treffen wir wieder auf ein Spiel mit versetzten Achsen.
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